KREBSGESCHWÜR BEFÄLLT DEMOKRATIE!

Es brodelt in Deutschland, zunächst zitterte der Deckel über dem Kochtopf nur ganz sachte, doch nun klappert er verdächtig laut. Die Unzufriedenheit der Bevölkerung steigt, ganz egal in welchem Lager. Man ist nicht mehr Zufrieden mit der Politik in Berlin, auch wenn noch manche Umfragen das Gegenteil behaupten.

Immer mehr Flüchtlingswohnheime werden eingerichtet, Subjektiv scheinen sie uns zu überrennen. Gleichzeitig steigt die Zahl der Anschläge auf sie. Eine Entwicklung die ich vor Jahren nicht für möglich gehalten hätte

Scheinbar wird der Bundesregierung immer mehr aus Brüssel diktiert was sie zu tun hat, Zur NSA wird geschwiegen und es wird eifrig nach der Pfeife der USA getanzt. TTIP schwebt über die Köpfe der Bürger und leise schleicht sich bei vielen die Angst vor einem Krieg in Europa ein. Zu all diesen Themen hat die Regierung nur inhaltslose, nebulöse Antworten, mit denen sich ein mündiger Bürger nicht zufrieden geben kann (darf).

Meine Kritik richtet sich an beide Seiten, sowohl an die der Politiker, als auch an die der Bevölkerung.

Ein Krebsgeschwür Namens Neoliberalismus hat sich,wie es seiner Natur entspricht, unbemerkt von der Mehrheit, seit Jahren Weltweit ausgebreitet. Es hat vor nahezu keiner Partei haltgemacht. Nicht vor den Politikern und nicht vor den Menschen die von ihnen regiert werden.

Politiker sind im Laufe der Jahre an Amnesie erkrankt, sie haben vergessen, dass sie ursprünglich einen Auftrag von ihren Arbeitgebern, den Wählern, einen Auftrag bekommen haben. Die Empathie zum Wahlvolk, ist zum größten Teil verloren gegangen. Stattdessen reagiert man immer mehr auf die Bedürfnisse von nationalen und multinationalen Konzernen und Finanzmärkten. Die Demokratie ist nach und nach zu einer gehaltlosen Hülle geworden.

Ein Krebsgeschwür bildet bekanntlich Metastasen, von einer solchen ist ein großer Teil der Bevölkerung befallen worden. Die Symptome dafür sind der Konsum und der Verlust von wichtigen Werten, die eine Gesellschaft zusammenhalten lassen.

Für die Demokratie ist dann Endstation

Auch hier ist eine Amnesie zu bemerken. Weil man ja in einer Demokratie lebt, geht man alle vier Jahre zur Wahl, wirft seinen Wahlzettel in die Urne, geht anschließend Nachhause und wartet mit Spannung die Wahlergebnisse ab. Manche freuen sich, manche sind enttäuscht, anderen ist es egal. Alle haben aber eines gemeinsam. Nach der Verkündung der Wahlergebnisse geht man zum normalen Alltag über. Die Stimmen sind abgegeben und werden von Politikern verwaltet, der Wähler hat nichts mehr damit zu tun. Der Wahlzettel macht nach der Zählung in den meisten Fällen eine Metamorphose durch. Er wird zu einem Freifahrtschein für die siegreichen Politiker.

Für die Demokratie ist dann Endstation. Endstation deshalb, weil die Bedeutung des Wortes nicht mehr erfasst wird. Zur Erinnerung, Demokratie bedeutet im ursprünglichen Sinn, „Herrschaft des Staatsvolkes“, und das sind wir alle. Somit geben die Wähler den Arbeitsauftrag und Politiker haben diesen Auftrag auszuführen, tun sie es nicht, sind wir, deren Arbeitgeber, nicht nur dazu berechtigt, sondern auch dazu verpflichtet, sie an ihren Arbeitsauftrag zu erinnern, immerhin werden sie ja von uns bezahlt!

Das alles ist aber vergessen worden, die Amnesie hat ihren Höhepunkt erreicht.

In der Bevölkerung ist man beschäftigt, man konsumiert, der Fokus ist auf Konsum gerichtet, das Denken wird Hauptsächlich dafür genutzt. Geiz ist geil!, Ich bin doch nicht blöd! Amazon, Zalando, Apple, BurgerKing, MacDonalds, Mercedes, BMW, TUI Reisen, RTL. Ein Kaleidoskop an Mitteln, die die Fähigkeit des Denkens und Nachdenkens immer mehr einschränken, wenn nicht sogar zum erliegen bringen. Exitus! Der Patient Demokratie ist tot, gestorben im 21. Jahrhundert.

Dinge beim Namen nennen

Das muss aber nicht so sein! In Spanien wird es uns gerade vorgemacht, eine Partei, die sich aus vielen Bürgerinitiativen und Protestbewegungen hervorgegangen ist, lehrt den etablierten Parteien das Fürchten. Bürger haben begonnen, die Politiker an ihre ursprüngliche Pflicht zu erinnern, sie haben damit begonnen auf der Straße, vereint und friedlich, jene Diebe, Betrüger und Hochstapler zu nennen, die es verdienen, Dinge wie Korruption, beim Namen zu nennen.

Es ist nicht schwer, man muss sich nur daran erinnern, dass man es kann, darf und sogar muss. Solange wir es nicht tun, wird sich in diesem Land nichts ändern, es wird eher schlechter werden. Dinge, die uns bisher selbstverständlich waren, wie freie Meinungsäußerung, Versammlungsfreiheit und Pressefreiheit, werden dann fehlen. Noch ist es nicht so weit, Anzeichen dafür sind aber vorhanden. Deshalb wehret den Anfängen, tut etwas, sprecht mit Freunden, Familie, auf der Arbeit, im Sportverein, in der Kneipe!

Organisiert Euch, sucht im Internet, tretet Bürgerinitiativen bei, unabhängig davon welche Partei ihr bisher gewählt habt oder welche Interessen ihr habt, die werden sowieso nicht ernsthaft in Berlin vertreten. Hartz IV Empfänger, Leiharbeiter, alleinerziehende Mütter, Rentner, Aufstocker, Geringverdiener, Langzeitarbeitslose. Jede Gruppe für sich ist klein, aber zusammen gibt es eine sehr laute und mächtige Stimme!

Wenn die das in Spanien hinbekommen, warum wir nicht auch?!

Ich bin mir dessen bewusst, dass so ein Weg sehr schwer ist, aber ich stelle abschließend folgende Frage, wäre es nicht schön, interessant und spannend Demokratie wirklich zu leben und ihr wieder ihre wahre Bedeutung zurück zu geben?

Ich finde Ja!

 

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