DAS GROßE WARTEN-WORAUF DENN?

Nichts wird sich ändern in dieser Republik, wenn wir nicht wach werden und handeln, mitgestalten. Ich frage, worauf will man denn warten? Darauf, dass sich die Parteien auf ihre ursprünglichen Werte besinnen? Die CDU auf ihre christlichen Werte? Die SPD auf ihre sozialen Werte? Ich wage zu behaupten, dass es dann einem Warten auf Godot gleichen wird, es wird niemand kommen, es wird nichts passieren.

Wir können es seit geraumer Zeit förmlich in Echtzeit mitverfolgen, wie Stück für Stück die Demokratie in unserem Land demontiert wird, es wird an unserem Grundgesetz herumgeschraubt, bis nichts von ihm übrig bleibt, zumindest nichts von dem, wofür es ursprünglich vorgesehen war, zur Wahrung der Grundrechte der Bürger Deutschlands. Reinhard Mey sagt es treffend in einem Lied:“ Die Politiker sagen das Volk, und meinen Untertanen.“ So wird auch gehandelt.

Die Sparer werden nach und nach enteignet, Geld welches durch ehrliche Arbeit verdient worden ist, legalisierter Raub würde ich sagen, Parteien nehmen Großspendern von Konzernen an und werden unter anderem von Banken finanziert, ich nenne es Korruption. Man hält sich ohne Rücksicht auf Konsequenzen, an Vorgaben eines anderen Landes, manche nennen es Bündnistreue, ich nenne es Vasallentum. Unser Land beteiligt sich am sogenannten Kampf gegen Terror, ich nenne es Kriegstreiberei. Das Bargeld wir nach und nach abgeschafft, man nennt es Beitrag zur Terrorbekämpfung, ich nenne es totale Kontrolle und Entmündigung.

Podemos zeigt den Weg

Das alles wird weiter gehen, wenn nicht endlich die Gesellschaft wach wird und handelt. Ich rufe mitnichten zu einer Revolution auf und noch weniger zu Gewalt, aber wir haben es in der Hand etwas zu bewegen. Im Süden Europas macht man es uns vor. In Spanien ist mit „podemos“ eine Partei von Bürgern für Bürger entstanden, die den etablierten und satten Parteien das Fürchten lehrt. Ich höre daraufhin immer das Argument, dass es den Spaniern schlechter ginge und sie deshalb auf die Straße gegangen seien, ist das den wirklich so? Wieviel HartzIV Empfänger gibt es denn in Deutschland, wie viele Aufstocker gibt es, die nicht mehr von ihrer Arbeit leben können? Wie viele Tafeln gibt es, weil zahllose Menschen nicht mehr genug Geld haben um sich zu ernähren? Wie viele Rentner müssen mittlerweile ihre Rente mit Arbeit aufstocken? Wie viele Rentner gibt es, die in Mülltonnen wühlen müssen um etwas essbares zu finden und wie viele obdachlose Jugendliche gibt es?

Die Liste könnte man noch fortführen. Es ist ein Schande in einem der reichsten Länder der Welt in Armut leben zu müssen, ohne dass es notwendig wäre. Daher denke ich nicht, dass unsere Bevölkerung so viel besser steht, als die Spaniens. Der Unterschied besteht meiner Meinung nach, dass vielen die Empathie für die Mitmenschen, verloren gegangen ist, der Sinn für Solidarität ebenfalls und ein Großteil der Bevölkerung seinen Unmut am falschen Platz Luft macht.

Tun oder auf den Messias warten

Was ist also zu tun? Auf einen politischen Messias warten, der uns alle von der in unserem Lande herrschenden Ungerechtigkeit befreit? Er wird nicht kommen! Darauf hoffen, dass die Politiker aller Parteien ein schlechtes Gewissen überkommt und ihren bisherigen Kurs ändern? Nun, das wird wohll vergleichbar mit der Hoffnung sein, die eine Antilope hegt, die Hyänen die sie umringen,mögen Vegetarier geworden seien.

Wollen wir eine Veränderung erreichen, müssen wir uns als Bevölkerung emanzipieren. Viele haben das Vertrauen in die Politik in den letzten Jahre verloren, halten die etablierten Parteien kaum noch für wählbar. Versprechen wurden nicht gehalten oder gebrochen. Man fühlt sich als Wähler nicht mehr ernst genommen und sieht sich lediglich zum Stimmenbeschaffer degradiert.

Befreiung von der Lethargie

Es gibt jedoch auch eine Lösung um diesen Missstand zu beseitigen. Sie erfordert allerdings, dass wir uns von der Lethargie befreien, die uns momentan fest in ihrem Griff hat. Wer kann besser wissen was gut für unser Land, gut für uns ist, als wir selber? Ich führe das Beispiel Spanien erneut an. Dort hat sich aus den zahlreichen Protestbewegungen, Bürgerinitiativen und Umweltbewegungen, eine Partei formiert, deren Programm von tausenden von Bürgern erarbeitet wurde. Jeder konnte und kann Vorschläge einbringen und die Mehrheit entscheidet darüber.

Das genaue Prozedere zu erklären, würde den Rahmen hier sprengen. Es funktioniert jedoch. Innerhalb eines Jahres nach Gründung dieser Partei, errang sie mehrere Sitze bei den Europa Wahlen im Parlament in Brüssel und bei den Parlamentswahlen in Spanien, ging sie als drittstärkste Kraft hervor. Da sie nicht von Banken finanziert wird und sämtliche Einnahmen und Ausgaben jederzeit und von jedermann einsehbar sind, ist die Gefahr sehr gering, dass Lobbyisten Einfluss auf sie nehmen können.

Zukunft selbst gestalten

Ein jeder kann sich nun Gedanken darüber machen was er für sich, seine Kinder und für unser Land will. Wir können uns weiter nach dem Gutdünken einiger weniger, weiter regieren lassen, das wäre aber gleichbedeutend mit einem immer größer werdenden Verlust von Bürgerrechten, weiterer Entmündigung und einem Verlust unseres Selbstwertgefühls oder wir nehmen den gewaltlosen Kampf mit dem Establishment auf und gestalten unser Land und unsere Zukunft selbst. Andere Alternativen sehe ich nicht.

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